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Abteilung für Wirtschafts- und Tourismusentwicklung

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© Lupi Spuma

03.04.2020

Coronavirus: 38-Milliarden-Euro Hilfspaket der Bundesregierung

Erhaltung der Liquidität, Kurzarbeit, Vermeidung von Härtefällen

Oberste Priorität hat die Sicherstellung der Gesundheit und ist, die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen oder zumindest zu verlangsamen. Der Coronavirus bringt aber auch massive wirtschaftliche Auswirkungen mit sich. Unternehmen und MitarbeiterInnen haben große Sorgen, Sorgen um Arbeitsplätze, Sorgen die Geschäftsgrundlage zu verlieren, Existenzsorgen.

Regierung und Sozialpartner haben ein Corona-Wirtschaftspaket zur Krisenbewältigung mit drei wesentlichen Zielen geschnürt. Das Gesamtmaßnahmenpaket begleitet verschiedene Unternehmen. Für Standort, Wirtschaft und Beschäftigung gilt der Zusammenhalt.

4 Mrd. schwer war das erste Hilfspaket für die österreichische Wirtschaft, das nun auf 38 Mrd. erhöht wird: 9 Mrd. für Garantien und Haftungen, 15 Mrd. als Notfallhilfe für Branchen, die es besonders hart trifft, sowie 10 Mrd. für Steuerstundungen und Steuersenkungen.

 
Erhalt der Liquidität von Unternehmen und Betrieben

Sicherstellung der weiteren Zahlungsfähigkeit

Unternehmen werden durch Kreditgarantien, Überbrückungsfinanzierungen und Stundungsmöglichkeiten (Steuern, Sozialversicherungsbeiträge, Ausfall von Mahnzinsen etc.) unterstützt, damit Arbeitsplätze erhalten werden können. Dies betrifft insbesondere kleine und mittlere Unternehmen, aber auch größere etablierte Unternehmen.

 
Corona Kurzarbeitsmodell

Sicherstellen von Arbeitsplätzen

Zur Sicherstellung von Arbeitsplätzen wurde eine spezielle Form der Kurzarbeit erarbeitet und mit 400 Mio. Euro dotiert. Anträge können an die zuständige Geschäftsstelle gestellt werden. Neu ist unter anderem, dass die Arbeitszeit auf bis zu Null reduziert werden kann. Es gibt Nettoersatzraten zwischen 80 % und 90 %. Die Kurzarbeit kann vorläufig 3 Monate lang in Anspruch genommen werden und auf 6 Monate verlängert werden. Appell der Regierung: Unternehmen und Betriebe sollen vom Corona Kurzarbeitsmodell Gebrauch machen. Anlaufstelle: Aktuelle Informationen des Arbeitsmarktservice | Covid-19-Kurzarbeit | Downloads.

 
Härtefall-Fonds für Selbständige

Hilfe für EPU, KleinstunternehmerInnen, neue Selbständige, freie DienstnehmerInnen und freie Berufe

Der Härtefall-Fonds in Höhe von 2 Mrd. Euro unterstützt Selbständige, die jetzt keine Umsätze haben, bei der Bestreitung ihrer Lebenshaltungskosten. Das Geld ist als Erste-Hilfe Maßnahme für die UnternehmerInnen ein einmaliger Zuschuss und muss nicht zurückgezahlt werden.

Alle Informationen und den Link zur Beantragung finden Sie auf der Website der WKO

Der Zuschuss besteht aus zwei Phasen: 

Phase 1 - Soforthilfe (Antragstellung möglich bis 31.12.2020)

  • Bei einem Nettoeinkommen von weniger als 6.000 Euro p.a.: Zuschuss von 500 Euro
  • Bei einem Nettoeinkommen ab 6.000 Euro p.a.: Zuschuss von 1.000 Euro
  • Antragsteller, die über keinen Steuerbescheid verfügen, erhalten einen Zuschuss von 500 Euro.

Phase 2 (Antragstellung ab 16. April möglich)

  • Keine Einkommensober- und Untergrenzen als Eintrittskriterium.
  • Mehrfachversicherte, Personen mit Nebenverdiensten und GründerInnen mit einer SV-Anmeldung zwischen 1. Jänner 2020 und 15. März 2020 bekommen auch einen Zuschuss.
  • Der Zuschuss wird max. 2.000 Euro pro Monat auf maximal 3 Monate betragen. 

Die Antragstellung für Land- und Forstwirtschaftliche Betriebe wird über die Agrarmarkt Austria abgewickelt.

Die Anlaufstelle für Anträge von Non-Profit-Organisationen wird noch bekannt gegeben.

 
Der Corona Hilfs-Fonds

Ab 8. April steht auch der Hilfsfonds in Höhe von 15 Mrd. Euro zur Verfügung. Dabei deckt die Republik in der ersten Phase Betriebsmittelkredite mit einer Haftung in Höhe von 90% der Kreditsumme ab. Die Antragstellung erfolgt ausschließlich über die Hausbank.

Ab 15. April können auch Zuschüsse zur Deckung von Fixkosten für Unternehmen beantragt werden. Die Registrierung erfolgt über ein Online-Tool der aws.

Weitere Informationen zum Hilfsfonds finden Sie auf den Websites der WKO und des Finanzministeriums

 
Kontakt

UNSERE SERVICEHOTLINES (07:00 Uhr - 17:00 Uhr):
Mag. Reinhard Hochegger: +43 664 60 872 4884
Mag. Andreas Morianz: +43 664 60 872 4820

CORONA HOTLINE: 1450
CORONA INFOPOINT: 0590900-4352 | Infopoint_coronavirus@wko.at
CORONA INFOPOINT DER WKO STMK: +43 316 601 601 | rechtsservice@wkstmk.at

 

Auch wir als Abteilung für Wirtschafts- und Tourismusentwicklung versuchen Unternehmer und Unternehmerinnen bestmöglich zu begleiten und in Abhängigkeit der sich aktuell rasant ändernden Entwicklungen und Fakten bestmöglich zu informieren.
DANKE für den Zusammenhalt in dieser schwierigen Zeit!
Wir sind bemüht, so gut es geht, für alle Anfragen der Grazer Wirtschaft da zu sein und werden in den nächsten Tagen über Details in der Abwicklung der Unterstützungsmaßnahmen informieren.

 
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