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Abteilung für Wirtschafts- und Tourismusentwicklung

Stigergasse 2/I, 8020 Graz
Tel: +43 (316) 872-4800
E-Mail

© Lupi Spuma

02.04.2020

Coronavirus: Information für Grazer Unternehmen

Maßnahmenpakete für heimische Betriebe

Der Coronavirus beschäftigt auch die heimische Wirtschaft. Einzelne Unternehmen sind von den wirtschaftlichen Auswirkungen des Coronavirus negativ betroffen.

Arbeitsausfall, Entgeltfortzahlungen, internationale Lieferketten, Förderungen u. v. m. Um die Tourismuswirtschaft und kleine und mittlere Unternehmen zu unterstützen, Liquiditätsengpässe auszugleichen und Betriebe aufrechtzuerhalten, wurden Maßnahmenpakete für heimische Betriebe geschnürt:

 
Sofortmaßnahmen für die Tourismuswirtschaft

Das Unterstützungsmodell für die Tourismuswirtschaft umfasst zwei konkrete Maßnahmen:

  1. Haftungen für Überbrückungsfinanzierungen für KMU der Tourismus- & Freizeitwirtschaft und Mischbetriebe in Höhe von 100 Mio. Euro durch die Österreichische Hotel- und Tourismusbank (ÖHT) | Antrag stellen | +43 720 301 355 | hotline@oeht.at
  2. Kostenübernahme für diese Haftungsbereitstellung durch das Tourismusministerium

 
Maßnahmen für EPU und KMU

Für gewerbliche und industrielle EPU und KMU werden durch das Austria Wirtschaftsservice (aws) Garantien für Überbrückungsfinanzierungen in Höhe von 10 Mio. Euro zur Verfügung gestellt. | Antrag stellen+43 1 501 75-500 | coronagarantie@aws.at

 
Maßnahmen für Exporteure

Für Exportunternehmen stellt die OeKB im Auftrag des Bundesministeriums für Finanzen (BMF) Kreditmitttel in Höhe von 2 Mrd. Euro zur Verfügung gestellt. Anträge erfolgen über die jeweilige Hausbank. Mehr Infos zur OeKB-Hilfe.

 
Kurzarbeit als mögliche Alternative

Um Unternehmen zu stärken und Arbeitsplätze zu sichern, stellt die Regierung Mittel für Kurzarbeit zur Verfügung. Mehr Details zum Kurzarbeitsmodell der Bundesregierung. Anlaufstelle: Arbeitsmarktservice

 
Emergency-Call zur Erforschung von COVID-19

Aufgrund der aktuellen Entwicklungen in Zusammenhang mit dem Coronavirus stellen das Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort (BMDW) und das Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technoloigie (BMK) kurzfristig 21 Million Euro für Projekte, die sich mit dem Thema Coronavirus beschäftigen, bereit. Deadline für die Einreichung von Projekten ist der 8. April an die Österreichische Förderungsgesellschaft (FFG).

 
Was tun im Fall einer Erkrankung?

Dienstnehmerinnen und Dienstnehmer:
Grundsätzlich gilt die normale Entgeltfortzahlung gem. Entgeltfortzahlungsgesetz. Für den Fall, dass es ohne Erkrankung bzw. nach der Erkrankung noch zu Quarantänemaßnahmen kommt, gibt es die Möglichkeit eines Kostenersatzes gem. § 32 Epidemiegesetz.

Unternehmerinnen und Unternehmer:
Im Falle einer Erkrankung gelten keine gesonderte Regelungen. Krankengeld gibt es nur unter besonderen Voraussetzungen (z. B. mehr als 42 Tage Arbeitsunfähigkeit). Für den Fall, dass ein Unternehmen unter Quarantäne gestellt wird bzw. auf sonstige Weise wegen Corona an seinem Erwerb behindert ist, sieht § 32 auch hier einen Ausgleich des Verdienstentganges vor.

 
Was tun bei Coronaverdacht?

Im Falle eines Coronaverdachts steht es UnternehmerInnen grundsätzlich frei, MitarbeiterInnen auch ohne Erkrankung nach Hause zu schicken.

Es handelt sich hierbei um eine Dienstfreistellung, nicht etwa um einen Krankentand oder eine Quarantäne.  Das heißt, gesunde DienstnehmerInnen benötigen für die Dauer der Freistellung keine Krankenstandbestätigung und es gelten die normalen Entgeltfortzahlung gem. Entgeltfortzahlungsgesetz. Es besteht hier kein Anspruch auf Kostenersatz gem. § 32 Epidemiegesetz.

Im Falle einer durch behördliche Verfügung im Sinne des Epidemiegesetzes verordneten Quarantäne ist die arbeitsrechtliche Situation anders: Eine Quarantäne kann ausschließlich von Gesundheitsbehörden verhängt werden. Es gelten die normalen Entgeltfortzahlungen gem. Entgeltfortzahlungsgesetz, es gibt aber die Möglichkeit eines Kostenersatzes gem. § 32 Epidemiegesetz.

Angestellte: Die Vergütung ist gem. § 32 Abs 3 EpidemieG nach dem regelmäßigen Entgelt im Sinne des Entgeltfortzahlungsgesetzes zu bemessen (§ 3 Abs 2nd 3 EFZG). Bei monatlich unregelmäßigem Entgelt zählt der Durchschnitt der letzten 13 Wochen.
Selbständige: Die Entschädigung ist gem. § 32 Abs 4 EpidemieG nach dem vergleichbaren fortgeschriebenen wirtschaftlichen Einkommen zu bemessen.

 
Unser Rat

Sollten Sie MitarbeiterInnen in Ihrem Unternehmen haben, die möglicherweise infiziert sein könnten, rufen Sie die Corona Hotline unter 1450 an. Dort werden die nächsten Schritte mit Ihnen besprochen.

 
Zwei wichtige Paragraphen aus dem Epidemiegesetz
 
Kontakt

UNSERE SERVICEHOTLINES (07:00 Uhr - 17:00 Uhr):
Mag. Reinhard Hochegger: +43 664 60 872 4884
Mag. Andreas Morianz: +43 664 60 872 4820 

CORONA HOTLINE: 1450
CORONA INFOPOINT: 0590900-4352 | Infopoint_coronavirus@wko.at
CORONA INFOPOINT DER WKO STMK: +43 316 601 601 | rechtsservice@wkstmk.at

 
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